Küchenkräuter als Heilkräuter

 

 

Lorbeer, Oregano, Knoblauch und Kamille sind Pflanzen, die wir täglich in der Küche benutzen und sind wichtige Zutaten für leckere Rezepte. Eine gute Spaghettisauce enthält in der Regel Lorbeerblätter, eine neapolitanische Pizza enthält Kräuter, unter anderem getrockneten Oregano und wie wir alle wissen ist ein Kamillentee ein gutes Getränk zum verdauen nach einem guten Essen.
Neben dem kulinarischen Nutzen, dieser Pflanzen gibt es jedoch andere weniger bekannte Anwendungen, die unsere Einschätzung gegenüber diesen Pflanzen und ihren Wert ändern könnte, nämlich heilende und magische. Auf diese wollen wir hier kurz eingehen


   
Anis:
Anis hilft bei Magen- und Darmbeschwerden: Anis mit seinem typischen lakritzähnlichen Geschmack ist ein Würzkraut, in dessen Blütendolden sich die Körner ausbilden. Ihre Heilkraft verdanken sie dem ätherischen Öl Anethol. Es fördert den Appetit, beseitigt Blähungen, ist schleimlösend, hustenstillend und lindert Bauchkrämpfe. Dafür 2 TL Anissamen mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, nach 15 Minuten abseihen und mit Honig süßen. Zwei- bis dreimal täglich trinken.
Ackerschachtelhalm:
Er wird auch Zinnkraut genannt.  Das Zinnkraut hat eine harntreibende Wirkung, ist blutstillend und mineralsalzzuführend. Somit ist es ein ideales Kraut bei Nieren- und Blasenleiden. Es sollte in keiner Teemischung für Blasen- und Nierentee fehlen!
Bärlauch 
Allium ursinum - Bärlauch vertreibt den Winterfrust! Seinen Namen verdankt der Bärlauch den alten Germanen. Der Bär - so glaubte man - verleihe seine Kraft und Fruchtbarkeit auch bestimmten Pflanzen, durch deren Verzehr sich der Mensch Bärenkräfte einverleiben könne. Nach entbehrungsreichen Wintern waren die frischen Bärlauchblätter eine willkommene Quelle für Vitamine und zur Entschlackung des Körpers. Der Bärlauch wird im Volksmund auch Hexenzwiebel genannt.
 Baldrian -
Dieser  wird  auch Katzenkraut genannt, weil der Geruch dieser Pflanze die Katzen magisch anzieht. Gesammelt wird bei diesem Kraut die Wurzel, die man aus der Erde zieht, abschrubbt und dann trocknet. Die feinen Wurzelteile werden dann kleingeschnitten und können als Tee zubereitet werden. Baldrian hat aufgrund seines Alkaloidgehaltes eine beruhigende und krampflösende Wirkung. Anzuwenden bei Schlafstörungen, Migräne, Depressionen, psychischen Störungen, Durchfällen, Darmkrämpfen, Klimakteriumsbeschwerden. In Kissen und Säckchen gefüllt soll man ihn im Haus aufhängen. Für guten Schlaf, als Schutzkraut und zur Reinigung.
 Basilikum
Dieses aromatisch duftende Kraut stammt ursprünglich aus Südasien. Es hat eine leichte Wirkung bei Magenbeschwerden und Blähungen. Außerdem gilt er als milchbildend und kann als Tee in der Stillzeit getrunken werden. Er ist aber mehr als Küchenkraut zu empfehlen. In Indien gehört Basilikum zu den heiligen Kräutern, es soll die Gesundheit fürdern und gilt als Aphrodisiaka. Man esse jeden Tag ein Blatt von diesem Kraut und das Sexualleben soll niemals langweilig werden. In der italienischen Küche ist es sehr beliebt.
 Brennesel:
Die Berührung mit ihr bleibt jedem unvergessen. Das Brennen und Jucken wird von der Ameisensäure ausgelöst. Seit alters her wurde die Brennessel zur Behandlung von rheumatischen Beschwerden benutzt. Das Peitschen der Haut hat eine durchblutungsfördernde Wirkung und wurde schon im Mittelalter gegen Rheuma angewandt. Übrigens soll diese Methode auch eine potenzsteigernde Wirkung haben Und auch dem Brennesselsamen wird eine aphrodisierende Wirkung zugeschrieben. Bei mir wird die Brennessel allerdings in Form eines Elexieres zum Einreiben gegen rheumatische Beschwerden verabreicht .Als Tee hat die Brennessel eine blutreinigende und harntreibende Wirkung.
Brombeeren:
Getrocknete Brombeerblätter werden als Tee verarbeitet. Sie helfen bei verstärkten Regelblutungen (ähnlich wie der Himbeerblättertee). Außerdem ist der Tee blutreinigend und gefäßverengend. Auch bei Durchfall anzuwenden. 
Efeu
Efeu ist eine weitverbreitete Kletterpflanze, die sich schnell ausbreitet. Die Efeublätter wurden in der Volksmedizin als Heiltee bei Husten und Katarrh eingesetzt. Da Efeu aber giftig ist, rate ich von solchen Tees ab. Man bekommt einen gutschmeckenden Hustensaft mit Efeublätterextrakt in der Apotheke, den meine Kinder immer gerne getrunken haben - und der auch gut geholfen hat bei Husten.
Fenchel:
Diese fördern die Verdauung, regen die Funktion der Drüsen an und wirken oft auch schleimlösend und beruhigend. Bei einer starken Erkältung brüht Hildegard einen Erkältungstee aus 2 Teilen Fenchelsamen und einem Teil Brunnenkresse. Einen gehäuften Löffel der Kräutermischung in 1/4 L kaltem Wasser 6-8 Stunden ziehen lassen, danach abseihen und leicht erwärmt trinken. Dabei hat Fenchel wenig Kalorien und bringt z. B. an kalten Wintertagen richtig Power!
Gänseblümchen
"Er liebt mich - er liebt mich nicht ..." Dieses Gänseblümchenorakel haben wir schon als Kinder gespielt. Im Mittelalter wurde es auch zu Heilzwecken eingesetzt. Verwendet werden die Blüten und die Blätter. Die Blüten machen sich auch optisch gut in Teemischungen gegen Husten und Hautkrankheiten
Gewürznelken:
Diese wirken schmerzstillend: Wichtigste Substanz: Eugenno, ein ätherisches Öl, das direkt gegen Entzündungen und Schmerzen wirkt. Der Zahnarzt betupft Wunden oft mit Nelkenöl. Anti-Schmerz-Tee: 3 Nelken zerstoßen, mit 1 Tasse kochendem Wasser übergießen, 20 Minuten ziehen lassen, abseihen. Zweimal tgl. ein kleines Glas auf nüchternen Magen trinken.die nelken ganz klein Geschnitten und in ein Tuch Gewickelt,soll eine Beschützende Wirkung haben wen man dieses bei sich trägt.
 Ingwer:
Ingwer heizt dem Körper ein: In der scharfen Knolle stecken Vitamine, Mineralien und ätherische Öle. Diese spezielle Mischung hilft bei Magenproblemen und Verstopfung, lindert Muskel- und Gelenkschmerzen, Übelkeit und Erkältung. Experten vergleichen ihre Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) hemmende Wirkung sogar mit der von Aspirin. Tgl. gegessen, wirkt Ingwer als Engeriespritze.
Kamille
Die Kamille ist überall als Heilkraut bekannt. Bei ihr ist zu beachten, dass sie ihre Wirkung erst nach dem Kochen voll entfaltet (Wirkstoff: Pro-Azulen C). Sie hat krampflösende, schmerzlindernde und antiseptische Wirkung. Sie wird gerne als Tee verwendet bei Koliken, Magenbeschwerden, Nieren- und Blasenbeschwerden, auch bei Erkältungen (mit Honig!) und bei Menstruationsbeschwerden. Kamillensalbe oder -creme wird bei rauer und spröder Haut angewendet und dient dem Heilungsprozess von kleinen Wunden.Als Hexenkraut bringt die Kamille Frieden und Harmonie.

Katzenminze
Als echte Hexe habe ich natürlich auch ein Kraut für meine Katzen im Garten stehen. Die Katzenminze wird von Katzen sehr geschätzt und gerne gefressen. Außerdem ist die Katzenminze auch ein Bestandteil von Hexenflugsalben - deren weitere Ingredienzien natürlich geheim sind

Kardamom:
Kardamon kurbelt den Hormonhaushalt an: Kardamom zählt mit Safran zu den teuersten Gewürzen der Welt. Aber schon eine Minidosis bringt viel. Der süßlich-scharfe Gewürzsamen regt Kreislauf, Appetit und Hormone an. Er gilt deshalb als erotischer Stimmungsmacher. Um die Hormone in Schwung zu bringen tgl. 1 Glas Honigmilch mit 1 Messerspitze Kardamom trinken. Das Kauen einer Kapsel vertreibt unangenehmen Knoblauch-Atem.
Knoblauch:
Noch heute zählt Knoblauch zu den wertvollsten natürlichen Arzneimitteln. Für den Knoblauch gelten u.a. die antibakterielle, antimykotische und lipidsenkende Wirkung als belegt. Außerdem sind die Hemmung der Thrombozytenaggregation und ein Verlängerung der Blutgerinnungszeit bekannt. Bei genügend hoher Dosierung und regelmäßiger Einnahme hilft Knoblauch bei der Vorbeugung arteriosklerotischer Prozesse. Allgemein kann man von einem Mittel zur Erhaltung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit sprechen.
Majoran
Er ist in fast allen Kräuterbeeten anzutreffen und er ist ein fester Bestanteil unserer Würzkräuter. In der Volksmedizin schätzt man Majoran als Teezubereitung bei Erkältungskrankheiten, Blähungen und Zahnfleischbluten. In der Antike war er der griechischen Göttin Aphrodite gewidmet. Um das Verlangen der Angebeteten zu erwecken, soll der Tischwein mit Majoran versetzt werden. Ich selbst zweifle zwar daran, dass es eine aphrodisierende Wirkung haben könnte, wenn man mir Majoranblätter in meinen Wein geben würde - habe es aber auch noch nicht ausprobiert
 
Muskatnuss:
Diese sorgt für gute Laune: Die Nuss, die eigentlich ein Samen ist, schmeckt scharf-bitter. Ihre äußere Hülle - die Macisblüte - kann ebenfalls zum Würzen genutzt werden, ist aber milder. Sparsam verwendet, kann Muskat helfen, Giftstoffe schneller abzubauen. Myristicin - ein in Muskatnuss enthaltenes Rauschmittel - hellt zu dem die Stimmung auf. Vorsicht - Muskatnuss kann ab 5g zu Halluzinationen führen.
Petersilie:
Der Petersilie wird auch ein aphrodisierender Effekt nachgesagt. Es gibt da den alten Spruch: "Petersilie hilft dem Mann auf's Pferd - und der Frau unter die Erd". In der Antike galt Petersilie als Symbol der Widergeburt. Sie soll die Kraft haben neues Leben einzuhauchen. Ihre Wurzeln wurden in die erotisierend wirkenden Flugsalben gemischt. Ferner wurde dieses uns so vertraute Küchenkraut im Mittelalter auch für Abtreibungen benutzt. Ihr ätherisches Öl (Apiol) kann durch seine anregende Wirkung den Uterus reizen und dadurch einen Abort auslösen. Natürlich ist es aber ungefährlich für Schwangere, wenn ein bisschen Petersilie im Salat ist!!
Pfeffer: 
Mit Pfeffer gegen Erkältung und sexuelle Unlust
Bei Bronchitis, Halsschmerzen und Erkältungskrankheiten Etwas gemahlenen Pfeffer und 1-2 Teelöffel Honig mit 150 Milliliter Milch aufkochen und zwei- bis dreimal täglich trinken. 
Fiebermischung: Zwei Teelöffel schwarze Pfefferkörner im Mörser zerkleinern, mit zwei gehäuften Esslöffeln Zucker und einem halben Liter Wasser zum Kochen bringen. Bei schwacher Hitze einkochen lassen, bis sich die Menge auf eine Tasse reduziert hat. Bei Fieber diese Menge esslöffelweise über den Tag verteilt einnehmen. Für Kinder nur die Hälfte zubereiten. Bei Verstopfung Einen Teelöffel Pfeffer in Pfefferminz- oder Zitronenblättertee geben und dann langsam trinken.
 
Piment:
Piment bringt die Verdauung auf Trab: Piment schmeckt ähnlich scharf wie Pfeffer, duftet aber nach Nelke, Muskat und Zimt. Das in den Beeren enthaltene Eugenol-Öl regt den Speichelfluss an und wirkt verdauungsfördernd.
Bei Magenkneifen:
1 Messerspitze frisch gemahlenes Pimentpulver in heiße Milch geben, mit Honig süßen. Zweimal tgl. ein Glas trinken.
 
Rosemarin:
Rosmarin hat eine wundheilende, entzündungshemmende und stimulierende Wirkung und ist deshalb für die Haut besonders zu empfehlen. Seine verdauungsfördernde, spasmolytische und kreislaufstimulierende Wirkungen sind der Grund für seine innere Anwendung. Rosmarintee kann sowohl zur Anregung des Blutdrucks als auch zur Verdauungsförderung getrunken werden. Einen Nachteil hat der Rosmarin: normalerweise sind seine Pflanzen nicht winterhart, was bedeutet, dass man ihn in Kübeln ziehen muss, die man im Winter ins Haus bringen muss.
Safran:
Safran stärkt gestresste Nerven. Für ein Kilo getrockneten Safran müssen etwa 150 000 Blüten von Hand geerntet werden. Deshalb ist das Gewürz, das Speisen gelb färbt, so teuer. Es kräftigt unter anderem das Herz, hilft gegen Konzentrationsschwäche und Erschöpfung - ein idealer Stresskiller. 
Wenn es also hektisch wird: 1 Ingwerwurzel in kleine Stückchen schneiden, mit 1/2 l kochendem Wasser übergießen, 3 Safranfäden dazugeben, 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Täglich 2 bis 3 Tassen trinken.Safran soll auch für einsame nächte gut sein ,man Streut etwas in sein Trinken dardurch soll man von Innen her Leuten und sich Entlich für die Liebe öffnen kann.
 
Salbei:
"Lasst Salbei im Garten wachsen, und der Tod wird euer Haus nicht betreten!" - dies ist ein Spruch von den alten Römern. Salbei hilft bei verschiedenen Beschwerden. Bekannt ist sicher seine Wirkung bei Halsschmerzen und Erkrankungen der Atemwege. Als Gurgelmittel und als Tee wird er da vielseitig verwendet. Er hilft aber auch bei Nervosität, Leberleiden, Migräne, gegen Schweißausbrüche in den Wechseljahren, und als Gurgelmittel bei Angina und Zahnfleischentzündungen. Salbeitee eignet sich auch zum Abstillen, da er die Milchbildung hemmt. Es gibt viele verschieden Arten und der Duft des Salbeis ist wunderbar, wenn man ein Blatt in den Fingern zerreibt. Als Hexenkraut bringt der Salbei ein langes Leben, Weisheit, Gesundheit und Schönheit.
 Sesam:
Sesamöl ist eines der gesündesten Öle. Es enthält Linolsäure, eine der essentiellen Fettsäuren, die der Körper selbst nicht herstellen kann, aber z.B. für normales Wachstum der Zellen und für funktionstüchtige Arterien und Nerven benötigt. Es sorgt dafür, dass Fett in Energie umgewandelt wird, statt sich als unliebsames Fettdepot im Körper anzusiedeln und es senkt den Cholesterinspiegel. Es wirkt verdauungsfördernd, reguliert den Herzschlag und verhindert trockene und schuppige Haut.Als Körperöl wirkt es durch seine antioxidativen Wirkstoffe leicht sonnenschützend und ist sowohl als reines Massageöl, das gut in die Haut einzieht, als auch als Trägeröl für ätherische Öle bestens geeignet.
Sternanis:
Dieser lindert Atemwegserkrankungen. Die Frucht des südchinesischen Magnolienbaumes riecht nach Anis und schmeckt feurig-würzig. Aufgrund seiner reizlindernden und schleimfördernden Wirkung ist Sternanis häufig in Hustensäften enthalten.
Taubnessel,weiße:
Von ihr werden die weißen Blüten gesammelt und getrocknet. Diese sind auswurffördernd und werden deshalb bei Hustenerkrankungen gerne als Tee eingesetzt oder in Teemischungen verwendet. Die Taubnessel verbessert auch die Magensäfte und regt den Appetit an. 
Vanille:
Vanille, so sagt man, macht Lust auf die Liebe. Sie wird aus der Fruchtschote einen tropischen Orchidee gewonnen. Vanillearoma löst im Körper ein allgemeines Wohlgefühl aus. In ihrer Heimat Mexiko gilt Vanille als Aphrodisiakum. Die erotisch stimulierende Kraft kommt vom Vanilin, das chemisch mit dem Sexuallockstoff Pheromon verwandt ist. 
Zimt:
Zimt bremst das Bakterienwachstum. Das aus der Innenrinde des Zimtbaumes gewonnene Gewürz regt Stoffwechsel und Verdauung an, wirkt krampflösend und tötet - das belegen aktuelle Studien - Bakterien in Lebensmitteln ab.Es Besagt wenn man ein Stück Zimt in einem seiner Kleidungstücke legt er einem die Wahre gunst der Freundschaft zeigt.