Was versteht man unter Pflanzenheilkunde?
Die Pflanzenheilkunde gehört zu den ältesten medizinischen Therapien und ist auf allen Kontinenten
und in allen Kulturen beheimatet.
Die Pflanzenheilkunde basiert auf traditioneller Medizin.
Erfahrungswerte, überliefertes Wissen und Traditionen spielen eine wichtige Rolle. Viele Wirkungen
von Heilpflanzen sind nicht wissenschaftlich belegt
Von jeher hatte die Volksmedizin ihre Apotheke in der Natur.
Die Heilkraft der Pflanzen war bekannt und wurde für Mensch und Tier genutzt. Nach überlieferten Rezepten
konnte man wichtige Heilmittel herstellen.
Heil- und Wildkräuter können auch vorbeugend (präventiv) wirken;
Wildkräuter weisen einen ganz beachtlich hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt auf.
Die jungen zarten Blätter von Brenessel, Löwenzahn, Hirtentäschel u.v.m. ergeben ZB
einen leckeren Sommersalat, der sehr gut schmeckt und eine natürliche Vorsorge
gegen vielerlei Krankheiten ist.
"Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen"
Allerdings sollte man sich mit den Pflanzen und Kräutern auskennen, da manche auch giftig sind oder mit
giftigen Pflanzen verwechselt werden können.
Einige Wildkräuter aufgezählt:
- Ackerschachtelhalm (Zinnkraut)
- Arnika
- Baldrian
- Bärlauch
- Bärentraube
- Beinwell
- Blutwurz
- Eibisch
- Engelwurz
- Fieberklee
- Frauenmantel
- Gelber Enzian (Naturschutz)
- Hagebutte
- Haselnussstrauch
- Hauhechel
- Heckenrose
- Hirtentäschel
- Holunder
- Hopfen
- Huflattich
- Johanniskraut
- Kalmus
- Kamille
- Klatschmohn
- Kletten
- Königskerze
- Lavendel
- Linde
- Löwenzahn
- Lungenkraut
- Malve, wilde
- Melisse
- Mistel
- Odermennig
- Quecke
- Rainfarn
- Ringelblume
- Salbei
- Schafgarbe
- Schlehe
- Schlüsselblume
- Schöllkraut
- Spitzwegerich
- Stiefmütterchen, wilde
- Tausendgüldenkraut
- Wacholder, gemeiner
- Waldmeister
- Wegwarte
- Weißdorn
- Weiße Taubnessel
- Wermut, gemeiner
- Wundklee
- Ysop
- Zinnkraut (Ackerschachtelhalm)
Beispiele:
Ackerschachtelhalm:
Er wird auch Zinnkraut genannt. Das Zinnkraut hat eine harntreibende Wirkung, ist blutstillend und mineralsalzzuführend. Somit ist es ein ideales Kraut bei Nieren- und Blasenleiden. Es sollte in keiner Teemischung für Blasen- und Nierentee fehlen!
Arnika:
Arnika, wissenschaftlich Arnica montana L. genannt, hat eine blutreinigende, beruhigende, schmerzstillende, krampflösende und entzündungshemmende Wirkung. Die auch oft Donnerblume oder Gemswurz genannte Heilpflanze hilft gegen Entzündungen, Fieber, Husten, Grippe, Heiserkeit, Magenkrämpfe, Blutergüsse, Hämatome und Muskelkater. Des weiteren werden die Blüten (manchmal auch Wurzeln) oft auch gegen Thrombose, Gicht, Rheuma, Prellungen, Herzschwäche und Krampfadern eingesetzt. Die Familie der Arnika sind die Korbblüter. Vom Volk erhielt die Heilpflanze auch noch Namen wie Wolfsdistel, Mitterwurz, Engelblume oder Stichkraut. Arnika findet hauptsächlich Anwendung in Form von Tee und Tinkturen. Lavendel:
Der Lavendel, oder auch Lavendula officinalis, gehört zur Familie der Lippenblütler und hat neben seiner antiseptischen und krampflösenden Wirkung auch eine beruhigende, harn- und blähungstreibende Wirkung. Er hilft vor allem gegen Erschöpfung, Husten, Krämpfe, Migräne, Nervosität, Schlafstörungen und Entzündungen. Auch eine Wirkung entgegen Rheumatischen Schmerzen, Gürtelrose und Asthma wird der Heilpflanze nachgesagt. In den Tees, Tinkturen, Kräuterkissen, Badezusätzen, Cremes, Sakben und Ölen finden sich ausschließlich die Blüten des Lavendels. Ringelblume:
Die Calendula officinalis ist uns eher als Ringelblume bekannt. Sie gehört zur Familie der Korbblütler und wirkt vor allem Blutergüssen, leichten Brandblasen, Entzündungen, Schnittwunden, Schlafstörungen, Wunden jeglicher Art und Sonnenbrand entgegen. Aber auch gegen Kopfachmerzen, Pickel, Gürtelrose, Hautkrebs, Magen- und Darmbeschwerden, Furunkeln und Brechreiz wirkt die Pflanze mit den gelben Blüten, für welche sie auch oft Butterblume, Goldblume, Dotterblume, Sonnenbraut oder Studentenblume genannt wird. Zur Heilung werden aufgrund ihrer abschwellenden, entzündungshemmenden, pilztötenden, antibakteriellen, reinigenden und krampflösenden Wirkung nur die Blätter und Blüten der auch oft Todesblume genannten Pflanze verwendet. Anwendung findet die Ringelblume in der Naturheilkunde durch Tees, Tinkturen, Salben, Cremes und Butter. Die Anwendung ist sowohl innerlich als auch äußerlich